Beschreibung
Lieber Leser, liebe Leserin,
INHALT
zurück zur Tagesordnung? Feuerpause, Waffenstillstand, Frieden?
Was kann nach dem Schrecken über diesen Krieg, nach dem Anteil der Medien an der Militärpolitik und unserem hilflosen Sitzen vor dem Fernseher, Mitlaufen auf Demonstrationen, Verhüllen von Fenstern mit weißen Tüchern, vermehrtem Lesen von Zeitungen, was kann nach der ersten Erleichterung über das Aufhören des Mordens im großen Stil übrigbleiben? Was bleibt übrig in einem Alltag, der geprägt ist von Bildern von hunderttausenden Toten, von feiernden Kuwaitis vor brennenden Öl-Quellen, von dem ständig zitierten Satz, alle schweigen über die Öko-Katastrophe?
Der Krieg war keine „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“, kein “Ausrutscher in der Weltpolitik“, er war die Konsequenz unserer Zivilisation. Die Ausbeutung der dritten Welt können wir natürlich nicht abschaffen, nicht verringern, aber die Grundlage dafür, nenne man es Profitmaximierung oder den verstehbaren Wunsch nach dem eigenen Wohlergehen, diese Grundlage kann man im Großen wie im Kleinen überdenken, den Blick auf unser Leben schärfen. Vielleicht alte moralische Kategorien ein wenig abstauben: Es kann die Herzlichkeit vor dem Freund sein, es kann das Überdenken von Arbeitsinhalten sein, die Einschränkung von Konsum; die Entdeckung der Langsamkeit, des Engagements und der Gelassenheit.
Mit diesem “Rundumschlag für den Hausgebrauch“ möchte ich mich von Ihnen verabschieden.
Mein zweijähriges ABM-Schicksal hat sich vollstreckt. Ganz herzliche Grüße und mit den Wünschen für einen genauen Blick auf unseren Alltag
Zusätzliche Information
| Format | Digital (eBook) |
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