Beschreibung
Johannes Damberg, seit fast 12 Jahren Leiter der Jugendkunstschule Unna und seit 1983 1. Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen NRW e.V. ist tot.
Er starb im Alter von 47 Jahren am 7. März 1990 nach einer schweren Krankheit, mit der er acht Jahre lang lebte. Zielstrebig, engagiert und – wenn’s um die Sache ging – kompromißlos hat er sich nicht nur für die Jugendkunstschule Unna, sondern darüber hinaus für die angemessene Förderung und Sicherung der Jugendkunstschulen in NRW eingesetzt.
Anfang 1978 wechselte der Musikpädagoge, am 2. Mai 1942 in Hamm-Westünnen geboren, von der Gesamtschule Dortmund-Scharnhorst nach Unna, wo er die Leitung der Jugendkunstschule übernahm und gleichzeitig die Fachbereichsleitung Musik. Er wurde Motor des Unnaer Projekts, trat mit aller Kraft für eine kreative und emanzipatorische Kinder- und Jugendkulturarbeit ein und
übernahm schon bald den Vorsitz der Landesarbeitsgemeinschaft kulturpädagogische Dienste, in der er maßgeblich an der fortschreitenden Entwicklung des Verbandes beteiligt war.
„Hennes“ Damberg, der sich dem Prinzip der „kreativen Reibung“ verschrieben hatte, scheute die Auseinandersetzung nie. Er war bekannt als „Querkopf“, der Formalitäten haßte und in seiner Zielstrebigkeit oft aneckte. Seine Leidenschaft galt der Musik und sein großes Anliegen war eine menschliche Politik, für die er immer gestritten hat.
Wir verlieren einen liebenswerten Kollegen, der mit Witz, Charme und kritischer Distanz die „großen Probleme“ ins rechte Licht rückte. Und der uns immer ermuntert hat, unsere Ideen und Träume zu leben.
Sein Tod macht uns traurig.
Zusätzliche Information
| Format | Digital (eBook) |
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